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Magnesiummangel?

Im Körper einen Mangel an Magnesium zu erkennen, ist nicht so einfach. Viele Symptome, die auf einen Mangel an dem Mineralstoff hindeuten, können auch andere Ursachen haben. Die wohl am häufigsten vorkommenden unspezifischen Symptome, die auch bei einer Unterversorgung an Magnesium auftreten können, sind Wadenkrämpfe, Muskelzuckungen, schlechte Durchblutung, Schwindel, rasche Erschöpfbarkeit bis hin zu innerer Unruhe und Kopfschmerzen. Die Vielfältigkeit der Symptome ist erklärlich, wenn man bedenkt, dass es viele enzymatische Stoffwechselprozesse gibt, die magnesiumabhängig ablaufen. Ihre Anzahl ist so groß, dass ihre Auflistung allein schon unsere Seite füllen würde. Eine ganz zentrale Funktion hat Magnesium z. B. bei der Reizübertragung von den Nervenzellen auf die Muskelzellen, bei der Mineralisation und dem Wachstum von Knochen und Zähnen sowie bei der Energiebereitstellung. Als basisches Mineral stärkt Magnesium zudem die Pufferkapazitäten des Organismus bei Übersäuerung des Bindegewebes.

Aktuell gehen die wissenschaftlichen Gremien von einem täglichen Bedarf von 300 bis 400 mg Magnesium beim gesunden Menschen aus. Diese Menge muss über die Nahrung zugeführt werden und sollte bei der Nahrungsaufnahme bedacht werden. Gute Magnesiumlieferanten sind z. B. Nüsse, Samen, Haferflocken, Vollkornweizen, unpolierter Reis, dunkle Schokolade. Nur den empfohlenen Durchschnittsbedarf auszugleichen, kann bei bestimmten Personengruppen allerdings bereits in eine Unterversorgung führen. Möglich ist das z. B. bei allen, die oft und reichlich ins Schwitzen kommen, sei es durch körperliche Arbeit oder beim Sport. Mit dem Schweiß scheidet der Körper unter anderem Magnesium aus. Bei langfristiger Medikamenteneinnahme, bei Verdauungsstörungen, Magen-Darm-Erkrankungen und bei starkem Durchfall verliert der Körper ebenfalls viel Magnesium bzw. kann den Mineralstoff nur sehr begrenzt aufnehmen.

Wie erläutert sind typische Mangelsymptome nicht eindeutig zuordenbar. Erschwert wird das Erkennen einer Unterversorgung noch dadurch, dass praktisch 95 % des körpereigenen Magnesiums in Knochen, Zähnen, Skelett- und Herzmuskulatur sowie in der Leber gespeichert sind und sich nur ca. 1 % sich im Blut befindet. Erst ein sehr drastischer Magnesiummangel ist über das Blut sicher nachweisbar. Dann ist der Vorrat in den Knochen aber schon weitgehend geleert. Soweit sollte man es nicht erst kommen lassen.

Bei einem Bedarf, der über die reguläre Nahrung nicht voll gedeckt werden kann, ist die Ergänzung mit einem Mineralstoff- bzw. Magnesiumpräparat die herkömmliche Abhilfe.